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Die Corona-Krise: Ein unsichtbarer Gegner, der uns auf die Probe stellt

Gefühlt über Nacht hat sich unser Leben verändert. Covid-19 hat uns fest im Griff. Ständig gibt es neue Informationen und jegliche Konversation scheint sich nur noch um dieses Thema zu drehen. Es ist ein unsichtbarer Gegner, der uns alle auf die Probe stellt.

#flattenthecurve – eine Herausforderung für uns alle

Social distancing, leere Supermarktregale und geschlossene Geschäfte – all diese Dinge gehören momentan aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus zu unserem Alltag. Während leere Nudelregale noch zu verkraften sind (Gluten ist wieder in, juhuuu!), ist die massive Einschränkung des öffentlichen Lebens für viele eine Challenge. Und damit meine ich nicht die abgesagten Parties, sondern die eindringliche Empfehlung soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Diese Maßnahme ist absolut sinnvoll und wir alle sollten sie beherzigen. Die Situation ist alles andere als einfach, und nicht nur für Sensibelchen kann die Corona-Krise so zu einer wahren Herausforderung werden.

Perfekte Bedingungen für einen Teufelskreis

Ein Wort, das momentan im selben Atemzug genannt wird, wie Corona: Ausgangssperre. Ich gebe zu, die gehört gerade zu meinen größten Ängsten. Freiheit hat bei mir einen sehr hohen Stellenwert und eine solche Art der Einschränkung bereitet mir Sorgen. Klar, um die Allgemeinheit zu schützen würde ich mich niemals gegen eine solche Bestimmung wehren, denn sie macht einfach Sinn. Aber dennoch sind da Ängste, die ich nicht abschütteln kann. Für jemanden wie mich, der immer wieder mit Panik zu tun hat, sind lange Spaziergänge, Joggingrunden und Radtouren essentiell. In Phasen der Anspannung sind das oft die einzigen Mittel, um all die unangenehmen Gefühle in den Griff bekommen. Zehn Minuten um den Block gehen reichen da leider nicht. Wenn aus gutem Grund nur noch das erlaubt sein sollte, beginnt womöglich ein Teufelskreis: Die stets negativen Nachrichten in Kombination mit wenig Sozialkontakt sorgen an sich schon für Angst und Unsicherheit. Wenn dann auch noch das beklemmende Gefühl hinzu kommt, dass man nur in stark begrenztem Rahmen die eigenen vier Wände verlassen darf, führt das unweigerlich zu mehr Angst, mehr Unruhe und schließlich zu Panik. Doch wie durchbricht man diesen Teufelskreis? 

I don’t like my mind right now, stacking up problems that are so unnecessary.
Wish that I could slow things down, I wanna let go but there’s comfort in the panic.

Linkin Park – Heavy

Die Corona-Krise: A blessing in disguise?

Was vielen, egal ob Sensibelchen oder nicht, womöglich noch nicht bewusst ist: Es geht auch darum sich selbst in einer derartigen Situation erst einmal zu verstehen. Für die Meisten von uns ist die momentane Lage absolutes Neuland. Deswegen können wir die eigenen Reaktionen noch schlecht vorhersehen oder einschätzen – und darin verbirgt sich auch eine Chance. Denn mit der Zeit werden wir uns besser kennenlernen, wir werden unsere persönlichen Trigger identifizieren können und herausfinden, was uns gerade gut tut, was uns Kraft und Positivität gibt. Und genau das sind auch die Dinge, die letztendlich den Teufelskreis durchbrechen können. Für manche ist das vielleicht Musik, für andere Handlettering, oder die erste eigene Website, von der man schon ewig träumt. Wir werden neue Leidenschaften entdecken, oder alte wieder aufleben lassen. Wir werden eine unbekannte Seite an uns und an unseren Mitmenschen entdecken und vor allem werden wir das alles irgendwie durchstehen. Die Welt, unsere Welt, wird nach der Corona-Krise eine andere sein. Aber zwischen all den reißerischen Headlines und erschreckenden Zahlen verbirgt sich auch eins: Ein Neuanfang. 

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